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Ja, der Pick-up vom Flughafen hat doch tatsächlich reibungslos geklappt. Kaum hatten wir das Gebäude verlassen, winkte auch schon ein Chinese mit einem Schild mit meinem Namen drauf. Das hatte ich mir schon immer einmal gewünscht.

Auf der folgenden Taxifahrt wurde uns dann der erste Unterschied zwischen Hong Kong und Mainland China bewusst: Die Verkehrsregeln, bzw. deren Nichtvorhandensein. Zwar gefiel mir zuerst, dass hier alle auf der rechten Seite fahren, aber das war dann auch schon alles, was hier geregelt zu sein scheint. Überholt wird wird links sowie rechts. Auf zweispurigen Fahrbahnen, die zugegebenermaßen recht breit angegelegt sind, wird ständig überholt. Kommen Fahrzeuge entgegen wird ersteinmal nur wild gehupt und bei Bedarf einfach auf den sandigen Standstreifen ausgewichen. Das hat zum Glück auch immer geklappt. Am letzten Tag kam uns dann noch ein Geisterfahrer auf dem Highway entgegen, das wars dann aber auch schon an Verkehrshighlights.

Guilin selbst ist kurzgesagt ein Drecksloch. Außer dem Flughafen und unserem tollen Hostel (Wada Hostel – sehr empfehlenswert!) gabs hier nichts was einen als Tourist interessieren könnte. Interessant war nur wieder, als wir uns mit Locals im Hostel unterhalten haben, dass die Chinesen selbst Guilin als Kleinstadt sehen. Das dachte ich davor auch, allerdings nur, bis ich dann gehört habe, dass die Bevölkerung beachtliche 1,3 Mio. Menschen zählt.

Am nächsten Morgen hatten wir eine Bus und Bootstour in den Süden von Guilin, nach Yangshuo gebucht. Auf der Hälfte der Strecke stiegen wir auf Floße um und sind den bekannten Li River auf und ab gefahren. Links und rechts stehen die typischen Karsthügel, einfach herrlich. Unser Hostel in Yangshuo war nochmal eine Steigerung des Wada Hsotels in Guilin. Wir hatten zu fünft ein 6er Dorm gebucht, hatten also ein eigenes Zimmer im 5. Stock. Direkt vor unserer Tür ging es ein paar Stufen rauf und wir standen auf der Rooftopbar, sehr gemütlich mit Blick auf die Stadt (die diesmal wirklich klein war) mit den Karthügeln ringsrum und dem Li-River dazwischen. Abends wurden die Berge von Scheinwerfern angestrahlt. Einfach herrlich.

Während der verbleibenden drei Tage in Yangshuo stand dann auf dem Programm: Eine Fahrradtour zum Moonhill und Besuch einer Tropfsteinhöhle. Das besondere an der Höhle war, dass sich darin ein Schlammbad und ein Paar Gänge weiter ein Bad mit heißen Quellen befand. Ein weiterer Tag war dann für den Besuch der Reisterrassen in Longsheng verplant. Gut dass wir am Tag davor noch nicht wussten, dass dieHinfahrt alleine 4 Stunden in Anspruch nimmt. Immerhin hatten wir dadurch Gelegenheit Schlaf nachzuholen. Richard hatte an diesem Tag leider etwas Pech. Er hat das Essen beim Inder am Abend davor nicht wirklich vertragen und hing deshalb den ganzen Tag über gelinde gesagt in den Seilen.

Die nächste Station war Shanghai, die wir wieder mit dem Flugzeug von Guilin aus ansteuerten. Alex und Connor sind uns nicht gefolgt, sondern am selben Tag nach Sanya ins Hawaii Chinas geflogen. Unsere Gruppenstärke von 7 Leuten blieb aber unverändert, da in Shanghai die beiden Schweden Madeleine und Ivar dazustießen. Die beiden waren schon zuvor in Yangshuo und haben sich deshalb erst später angeschlossen. Das erste was wir gemacht haben, um einen Überblick zu bekommen war eine Bus Tour der Big Bus Company, die es auch in London und Hong Kong gibt. Besonders gefallen hat mir der Bund, die Uferpromenade mit vielen monumentalen westlichen Bank und Verwaltungsgebäuden. Auf der anderen Seite ist dann der Financial District mit der bekannten Skyline Shanghais zu finden. Nach 2,5 Tagen hatten wir allerdings alles gesehen, was uns interessiert hatte und so nahmen wir am dritten Tag bereits den Highspeed Train nach Beijing.

Dieser überwindet die Strecke in weniger als 5 Stunden und fährt konstant 300 km/h mit nur 3 oder 4 Stops. Die Highlights in Peking waren der Tiananmen Square, die Forbidden City, der Summer Palace, welcher vielmehr ein riesengroßer Park mit besagtem Tempel als einem von vielen schönen Details ist. Außerdem haben wir das Birdsnest besucht, das Stadion, in dem auch die beeindruckende Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2008 stattfand. Achso, die Chinesische Mauer haben wir natürlich auch noch mitgenommen und das kuninarische Highlight der Reise, war ein Restaurant gleich neben unserem Hostel. Die Pekingente dort und die Beilagen waren so lecker, dass wir von Vier Abenden drei mal dort gegessen haben.

Wie so oft gilt auch hier: Bilder sagen mehr als 1000 Worte

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