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Es war vor etwa einem dreiviertel Jahr in einer Kneipe in Köln, wo genau weiß ich nicht mehr, hauptsache es gab kühles Kölsch: So langsam wurde klar, wer wohin ins Ausland gehen wird und so stellten Tobi, Leo, Stefan, Marcel, Max und ich fest, dass wir alle zur gleichen in Asien sein werden. Keine Frage, Städte wie Singapur, Pattaya, Kuala Lumpur und Hong Kong haben alleine schon jede Menge zu bieten, aber wenn man schonmal in der Gegend ist möchte man natürlich auch noch ein paar andere Länder kennenlernen. Also beschlossen wir kurzerhand, sich wenn möglich an einem Ort zu treffen oder zumindest sich gegenseitig zu besuchen.

Zuerst war geplant, sich Anfang April zu einer der Full-Moon-Parties in Thailand zu treffen. Der Plan steht zwar noch, allerdings ohne mich, da ich erstens schon in Thailand war und zweitens erst kürzlich die Phillippinen genießen durfte, die wie ich finde zumindest an den Küsten Thailand sehr ähnlich sind. Was liegt also näher, als über eines meiner reisefreundlichen 4-Tage-Wochenenden Stefan und Leo in Singapur zu besuchen und Tobi zu fragen, ob er nicht für ein Wochenende aus Kuala Lumpur dazustoßen möchte. Zwei Skypecalls und eine Mail später hatte ich drei feste Zusagen und noch dazu das Angebot von Marcel und Max, dass sie zumindest versuchen aus Thailand dazuzukommen. Grund genug für mich, die Flüge zu buchen.

Unsere zwei Pattayaner haben es sich zwar dann noch anders überlegt, doch als ich mit meinen beiden ebenfalls Kölner Mitstudenten Dany und Dominik in Hong Kong gesprochen habe, haben auch sie einen Tag später gebucht.

Letzten Freitag standen dann Dany und ich an der Bushaltestelle vor unserer Uni und warteten auf den Shuttlebus zum Flughafen, um festzustellen, dass zwei Finnen, ebenfalls exchange students an der HKBU, am selben morgen einen Flug nach Singapur gebucht haben. Als ich vor 4 Wochen gebucht habe dachte ich, ich würde alleine meine Freunde in Singapur treffen, doch die Reisegruppe wurde immer größer und größer. Egal, the more the merrier…

Singapur ist der Wahnsinn, und ja es ist sehr sauber überall. Allerdings in meinen Augen nicht so steril, wie viele, mit denen ich vorher darüber gesprochen habe, meinten. Da ich mich von den anderen überreden habe lassen, am selben Wochenende mit nach Kuala Lumpur zu fahren, hatten wir nur zwei Nächte und eineinhalb Tage in Singapur zur Verfügung. Im Nachhinein war aber für mich die Entscheidung für beide Städte/Länder und den damit verbundenen Stress definitiv die richtige Entscheidung.

Das Highlight in Singapur war neben einer gemütlichen Touri-Bootstour auf dem Singapur River ganz klar das Marina Bay Sands Hotel im Süden der Stadt. Unsere Locals haben uns zu unserem Glück mitgenommen und uns gezeigt, wie man das Personal des Hotels umgeht und Zugang zum berühmt berüchtigten Infinity Pool in der atemberaubenden Open-Air-Spa-Area bekommt. Unsere beiden Finnen, die später nachkommen wollten hatten leider weniger Glück und mussten sich mit der neben dem Pool befindlichen Aussichtsplattform zufriedengeben (und uns beim Baden zusehen), was die beiden jetzt noch ärgert. Da wir am späten Nachmittag auf dem Gebäude waren konnten wir bei 30 Grad sowohl den Sonnenuntergang über der Skyline Singapurs als auch die Light- und Lasershow aus der Vogelperspektive ansehen.

Am nächsten Tag hieß es früh Aufstehen: Um 7 Uhr mussten wir am anderen Ende der Stadt in einer Mall sein, um den Bus nach KL zu betreten. Die Fahrt dauert 5h und die Busse sind verglichen zu mir bekannten Reisebussen aus Europa extrem luxuriös. Jeder hat einen riesen Sessel, der fast komplett in die Liegeposition versetzt werden kann, von der ich die gesamte Fahrt über gebrauch gemacht habe. Von Dany haben Tobi und ich allerdings an diesem Morgen nichts gehört, er hatte wie wir auch nur drei Stunden geschlafen und wie auch immer seine 4 Handywecker überhört. Dany war im Hostel untergebracht, sodass wir ihn nicht wecken konnten. Er nahm allerdings einen Bus später, sodass wir ihn um etwa 14 Uhr in Kuala Lumpur in Tobis Wohnung willkommen heißen konnten.

KL ist natürlich ganz anders als Singapur, allein schon wegen dem Chaos und dem ganzen Müll der überall zu sehen ist. Die Highlights hier waren einmal ein indisches Restaurant, das wir zufällig entdeckt haben. Der Kellner dort war extrem nett und hat uns alles erklärt und gezeigt (von wegen rechte Hand und so…). Zum anderen natürlich das Wahrzeichen Malaysias, die Petronas Towers, das 6. höchste Gebäude der Welt. Rauf konnten wir leider nicht, da die täglich verfügbaren 1000 Tickets bereits vergriffen waren.

Am nächsten Tag ging es wieder früh morgens nach Singapur zurück und am Abend waren wir wieder bei 10 Grad und Regen in Hong Kong, schließlich hatten wir am Tag darauf ja wieder Uni und morgen das erste Mid-Term exam, auch wenn sich das hier nicht so anhören mag. In diesem Sinne, gute Nacht…

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